Faire öffentliche Aufträge: Der LCGB unterstützt die europaweite Mobilisierung

Am 1. Juli 2026 haben sich Hunderte Beschäftigte aus den Bereichen Reinigung, private Sicherheitsdienste und Gastronomie in Paris zu einer großen europäischen Demonstration versammelt, die von UNI Europa in Zusammenarbeit mit verschiedenen Gewerkschaften organisiert wurde. Auch Vertreter des LCGB- Gebäudereinigung haben an dieser Mobilisierung teilgenommen und gemeinsam mit den europäischen Arbeitnehmern demonstriert.

Unter dem Motto „Unsere Rechte stehen nicht zum Verkauf – Keine öffentlichen Aufträge ohne Kollektivvertrag“ richten die Teilnehmer im Rahmen der Überarbeitung der EU-Richtlinie über die Vergabe öffentlicher Aufträge eine klare Botschaft an die europäischen Institutionen und die Regierungen:

  • keine öffentlichen Aufträge ohne Kollektivvertrag;
  • Vorrang für die Qualität der Dienstleistungen und die Arbeitsbedingungen vor dem reinen Preiskriterium;
  • Bekämpfung ungewöhnlich niedriger Angebote, die Sozialdumping und unlauteren Wettbewerb begünstigen.

Der LCGB erinnert daran, dass der Europäische Gerichtshof (EuGH) kürzlich bestätigt hat, dass die öffentlichen Auftraggeber im Rahmen der öffentlichen Auftragsvergabe Tarifverhandlungen fördern dürfen. Diese Entscheidung ist ein starkes Signal für den Schutz der Arbeitnehmer und die Berücksichtigung sozialer Kriterien bei der Auftragsvergabe.

Darüber hinaus spielen Kollektivverträge eine wesentliche Rolle bei der Gewährleistung angemessener Löhne, guter Arbeitsbedingungen und eines fairen Wettbewerbs zwischen den Unternehmen. Ihre Einhaltung im öffentlichen Auftragswesen ist unerlässlich, um Sozialdumping zu bekämpfen und hochwertige Arbeitsplätze zu fördern.

Der LCGB bekundet seine Solidarität mit den in Paris mobilisierten Arbeitnehmern und setzt sich für sozial verantwortliche öffentliche Aufträge zum Wohle der Beschäftigten und der Unternehmen ein, die ihren Verpflichtungen nachkommen.

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