Luxemburg, den 28. Oktober 2026 – Heute wird der Gesetzentwurf Nr. 8676 zur Einführung einer einheitlichen Steuerklasse der Abgeordnetenkammer zur Abstimmung vorgelegt.
Der LCGB begrüßt, dass diese Reform, die am 1. Januar 2028 in Kraft treten wird, eine Reihe bestehender Ungleichheiten beseitigen und für die Mehrheit der Steuerzahler zu einer Verringerung der Steuerlast führen wird. Diese Steuererleichterungen sowie die automatische Anpassung des Steuertarifs an die Inflation und die Verbesserungen zugunsten von Alleinerziehenden entsprechen zudem langjährigen Forderungen des LCGB, die insbesondere in seinem Aktionsprogramm 2025 verankert sind.
Junge Menschen und Eltern gehören zu den wichtigsten Begünstigten
Für den LCGB stellt die Steuerreform einen wichtigen Schritt hin zu mehr Chancengleichheit zwischen den Generationen dar. Die Einführung einer einheitlichen Steuerklasse wird insbesondere jungen Menschen zugutekommen, die heute in der Regel der Steuerklasse 1 zugeordnet sind. Hinzu kommen erweiterte Möglichkeiten für Steuerabzüge bei Bausparverträgen sowie für junge Paare mit Kindern bzw. Alleinerziehende.
Der LCGB bleibt wachsam, denn es gilt neue Ungerechtigkeiten zu vermeiden und zu bekämpfen
Trotz dieser positiven Aspekte wird der LCGB die Umsetzung der Reform aufmerksam verfolgen, insbesondere im Hinblick auf das Entstehen neuer steuerlicher Ungerechtigkeiten. Der LCGB wird insbesondere darauf achten, dass Personen, die derzeit in Steuerklasse 2 besteuert werden, bei ihrer Entscheidung für die Anwendung der Einzelbesteuerung oder die Beibehaltung der Splitting-Methode während einer Übergangszeit von 25 Jahren angemessen beraten werden. Nach Ansicht des LCGB sollte eine Verlängerung dieser Frist im Anschluss an eine erste Bilanz der Auswirkungen der Reform in Betracht gezogen werden.
Die Entlastung der Steuerlast muss entschlossen vorangetrieben werden
Für die Zukunft bleibt für den LCGB eine wesentliche Voraussetzung bestehen: Die Kaufkraft aller Steuerzahler muss nachhaltig erhalten oder sogar gestärkt werden, und es muss eine größere Gerechtigkeit bei der Verteilung der Steuerlast geschaffen werden.
Angesichts der zahlreichen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen der letzten Jahre wird sich der LCGB weiterhin für zusätzliche Steuererleichterungen einsetzen, wie z. B. eine Abflachung des „Mëttelstandsbockel“. Eine solche Maßnahme würde insbesondere dazu beitragen, die unverhältnismäßige Progressivität der Steuerbelastung für mittlere Einkommen abzumildern.
Kontakt:
Patrick DURY, Nationalpräsident des LCGB
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