Während fast 130 Mitarbeiter der BIL im Rahmen der Übertragung der IT-Aktivitäten zu Kyndryl wechseln sollen, wusste das Unternehmen bereits seit dem 9. Juli 2026 von der Existenz eines Sozialplans, der mindestens 24 Mitarbeiter betrifft, und hat die Geschäftsleitung der BIL zu keinem Zeitpunkt darüber informiert.
Für den OGBL und den LCGB ist dieser völlige Mangel an Transparenz besonders schwerwiegend und inakzeptabel und stellt einen Vertrauensbruch gegenüber den Mitarbeitern der BIL und ihren Vertretern sowie gegenüber den direkt von diesem Sozialplan betroffenen Mitarbeitern von Kyndryl dar.
Es ist unvorstellbar, dass Mitarbeiter in ein Unternehmen versetzt werden können, während so wichtige Informationen über die soziale Lage ihres zukünftigen Arbeitgebers nicht transparent kommuniziert wurden.
Diese Vorgehensweise stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen das Vertrauen der Beschäftigten und gegen die Grundprinzipien des sozialen Dialogs dar.
Wie kann Kyndryl behaupten, seinen derzeitigen und zukünftigen Beschäftigten der BIL ein Klima der Gelassenheit und Sicherheit zu bieten, während innerhalb des Unternehmens gerade ein Sozialplan umgesetzt wird?
Vertrauen lässt sich nicht verordnen: Es entsteht durch Transparenz, gegenseitigen Respekt und Dialog.
Durch dieses Vorgehen untergräbt Kyndryl nicht nur das Vertrauen der BIL-Mitarbeiter, die in das Unternehmen wechseln sollen, sondern auch das seiner eigenen Mitarbeiter, die direkt vom Sozialplan betroffen sind.
Der OGBL und der LCGB möchten daher klarstellen: Die Mitarbeiter von Kyndryl dürfen nicht die Leidtragenden der Entscheidungen und der Haltung ihrer Unternehmensleitung sein.
Die Gewerkschaften werden die Mitarbeiter von Kyndryl dabei unterstützen, ihre Rechte zu verteidigen, und sie bei allen notwendigen Schritten begleiten.
Die gewerkschaftliche Solidarität macht nicht an den Toren der BIL Halt: Sie gilt auch den Mitarbeitern von Kyndryl, die ebenfalls unter den Folgen von Entscheidungen leiden könnten, die im Verborgenen getroffen wurden.
Angesichts dessen, was wir als regelrechten Vertrauensbruch gegenüber den Beschäftigten der BIL betrachten, werden die Gewerkschaften alle notwendigen Schritte unternehmen, um diese Angelegenheit vollständig aufzuklären, die Rechte und Interessen der betroffenen Beschäftigten zu verteidigen und eine klare Klärung der Verantwortlichkeiten zu fordern.
Wir werden alle gewerkschaftlichen Mittel und geeigneten Maßnahmen nutzen, die uns zur Verfügung stehen, um die Antworten zu erhalten, die Kyndryl den Beschäftigten, ihren Vertretern und den auf nationaler Ebene repräsentativen Gewerkschaften schuldet.
Der OGBL und der LCGB fordern die Sicherung der Arbeitsplätze aller bei Kyndryl beschäftigten Mitarbeiter sowie der künftigen Mitarbeiter, die von der BIL übernommen werden.
Die Gewerkschaften werden weder Schweigen noch Undurchsichtigkeit, noch vollendete Tatsachen noch die Umgehung des Sozialdialogs akzeptieren.
Die 130 betroffenen Beschäftigten verdienen die Wahrheit. Sie verdienen Garantien. Sie verdienen Respekt.
Und auch die Beschäftigten von Kyndryl haben ein Recht auf Transparenz, auf Arbeitsplatzsicherheit und auf die Achtung ihrer Rechte.
Der OGBL und der LCGB werden allen betroffenen Beschäftigten zur Seite stehen und alle notwendigen Schritte bis zum Ende gehen, um ihre Interessen zu verteidigen und einen echten sozialen Dialog wiederherzustellen.
Der soziale Frieden darf nicht den Interessen des Unternehmens geopfert werden.
Transparenz ist nicht nur eine Option, sondern eine Pflicht.
Der Respekt gegenüber den Beschäftigten und ihren Vertretern ist eine Verpflichtung.
Pressemitteilung des OGBL und des LCGB vom 18. August 2026
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