Der OGBL-Finanzsektor und der LCGB wurden von ihren jeweiligen Delegierten über die Ankündigung eines umfassenden Umstrukturierungsvorhabens bei zwei luxemburgischen Tochtergesellschaften der Universal Investment-Gruppe, nämlich EFA und Universal Investment Luxembourg, informiert.
Den übermittelten Informationen zufolge könnte dieses Vorhaben zum Abbau einer beträchtlichen Anzahl von Arbeitsplätzen in Luxemburg sowie zur Verlagerung von Tätigkeiten an andere Standorte des Konzerns, insbesondere nach Polen, führen.
Für den OGBL-Finanzsektor und den LCGB gibt diese Ankündigung Anlass zu großer Besorgnis. Hinter den Zahlen und den von der Geschäftsleitung vorgebrachten organisatorischen Erwägungen stehen Arbeitnehmer, die jahrelang zur Entwicklung und zum Erfolg der Gruppe beigetragen haben.
Angesichts dieser Situation bekräftigen die beiden nationalrepräsentativen Gewerkschaften ihre uneingeschränkte Unterstützung für die Personaldelegation und alle betroffenen Arbeitnehmer.
Eine soziale Verantwortung, die wahrgenommen werden muss
Die Universal Investment-Gruppe bekräftigt, sich auf einem Wachstumskurs zu befinden und ihre Investitionen in Luxemburg fortsetzen zu wollen. Vor diesem Hintergrund erwarten der OGBL-Finanzsektor und der LCGB vom Arbeitgeber, dass er seine Verantwortung gegenüber den Beschäftigten, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, in vollem Umfang wahrnimmt.
Die Gewerkschaften fordern die Unternehmensleitung auf, größtmögliche Transparenz hinsichtlich der Gründe für diese Umstrukturierung, ihrer tatsächlichen Auswirkungen auf die Beschäftigung in Luxemburg sowie der Perspektiven für die im Land verbleibenden Geschäftsbereiche zu zeigen.
Volles Engagement an der Seite der Beschäftigten
Der OGBL-Finanzsektor und der LCGB werden die Personaldelegation während der gesamten Prozedur des Sozialplans begleiten. Sie werden darauf achten, dass die Rechte der Beschäftigten gewahrt werden, und den Arbeitnehmern ihre rechtlichen, sozialen und beratenden Ressourcen zur Verfügung stellen.
Sie werden sich für alle Maßnahmen einsetzen, die dazu beitragen, den Stellenabbau zu begrenzen und dessen Folgen abzumildern, damit jeder betroffene Arbeitnehmer eine auf seine Situation zugeschnittene Unterstützung erhält.
Der OGBL-Finanzsektor und der LCGB senden eine klare Botschaft an die Arbeitnehmer: Niemand wird angesichts dieser Umstrukturierung allein gelassen.
Unsere Erwartungen an die bevorstehenden Verhandlungen
Die Gewerkschaften fordern, dass die Verhandlungen über den Sozialplan seriös, konstruktiv und transparent sowie im Geiste eines echten Dialogs geführt werden, um Lösungen zu finden, mit denen die Folgen für die betroffenen Beschäftigten so gering wie möglich gehalten werden können.
Sie fordern insbesondere:
- die Prüfung aller Alternativen, darunter den Plan zur Erhaltung von Arbeitsplätzen, durch den die Zahl der Stellenstreichungen reduziert werden kann;
- die Förderung der internen Mobilität;
- verstärkte Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen;
- hochwertige Outplacement-Maßnahmen;
- außergesetzliche Abfindungen in Höhe des erlittenen Schadens;
- eine regelmäßige und transparente Information der Belegschaft.
Der OGBL-Finanzsektor und der LCGB werden sich aktiv an allen Gesprächen beteiligen und die Interessen der Beschäftigten entschlossen vertreten. Sie werden darauf achten, dass jede einzelne Situation fair, respektvoll und würdevoll geprüft wird und dass keine Lösung ausgeschlossen wird, bevor sie ernsthaft geprüft wurde.
Gemeinsame Pressemitteilung des OGBL-Finanzsektor und des LCGB,
am 17. August 2026