Angesichts des anhaltenden Anstiegs der Kraftstoffpreise äußert die Gewerkschaftsunion OGBL-LCGB ihre tiefe Besorgnis und kritisiert die Untätigkeit der luxemburgischen Regierung.
Seit mehreren Wochen steigen die Preise für Diesel und Benzin aufgrund eines blutigen, gegen das Völkerrecht verstoßenden Krieges sowie aufgrund von Beeinträchtigungen der weltweiten Ölversorgung stark an. Das erneut extrem hohe Niveau an den Tankstellen wirkt sich unmittelbar auf die Haushalte aus.
In Luxemburg erreichen die Dieselpreise fast ihren historischen Höchststand, ohne dass konkrete Maßnahmen zum Schutz der Arbeitnehmer ergriffen werden.
Im Gegensatz zu Luxemburg haben mehrere europäische Staaten bereits Entscheidungen getroffen, um die Auswirkungen abzufedern: Senkung der Mehrwert- und Kraftstoffsteuer, Preisobergrenzen an den Tankstellen, gezielte Hilfen für Haushalte und die am stärksten betroffenen Branchen sowie die Mobilisierung strategischer Reserven. Die Untätigkeit der luxemburgischen Regierung lässt die Arbeitnehmer und ihre Familien angesichts dieses drastischen Anstiegs der Lebenshaltungskosten allein.
Für die Gewerkschaftsunion OGBL-LCGB ist es inakzeptabel, dass die Haushalte allein die Folgen einer internationalen Krise tragen müssen. In einem Land, in dem die Mobilität nach wie vor weitgehend vom Auto abhängt, wirkt sich der Anstieg der Kraftstoffpreise direkt auf die Kaufkraft aus und verschärft die Ungleichheiten. Der Weg zur Arbeit wird immer teurer und belastet das Haushaltsbudget erheblich.
Die Gewerkschaftsunion OGBL-LCGB fordert die Regierung auf, unverzüglich konkrete Maßnahmen zu ergreifen: die Einführung eines Mechanismus zur Stabilisierung der Kraftstoffpreise, eine vorübergehende Senkung der Verbrauchsteuer, gezielte Hilfen für Haushalte mit geringem Einkommen sowie spezifische Unterstützung für die am stärksten betroffenen Sektoren.
Diese Krise macht zudem die Dringlichkeit deutlich, unsere Abhängigkeit von fossilen Energien zu verringern. Ein eventueller Ausstieg aus fossilen Energien muss dabei sozial gerecht und ausgewogen erfolgen. Er darf nicht auf einer Kostensteigerung für die Haushalte beruhen.
Die Gewerkschaftsunion OGBL-LCGB fordert daher massive Investitionen in den ökologischen Wandel und die Einführung von Ausgleichsmechanismen für die am stärksten betroffenen Haushalte.
Angesichts einer Krise, die sich von Tag zu Tag verschärft, ist Untätigkeit keine Option mehr. Die Regierung muss ihre Verantwortung wahrnehmen und unverzüglich handeln, um die Haushalte zu schützen und eine Energiewende zu gewährleisten, die niemanden zurücklässt.
Pressemitteilung der Gewerkschaftsunion OGBL-LCGB vom 1. April 2026
Zurück zur Übersicht