Der OGBL und der LCGB haben heute eine Protestkundgebung vor dem Einkaufszentrum Cloche d’Or organisiert, um gegen die Haltung der Geschäftsführung von ITX (Zara, Bershka, Pull & Bear, Stradivarius, Massimo Dutti und Zara Home) gegenüber ihren Mitarbeitern zu protestieren. Dafür wurde gezielt der Black Friday, einer der umsatzstärksten Tage im Handel gewählt.
Bereits 1 Jahr verhandeln die Gewerkschaften den neuen Kollektivvertrag. Und nach vielen leeren Versprechungen und Zusagen seitens der Geschäftsleitung, wie die Verbesserung der Essensgutscheine, die Überarbeitung der Gehaltstabelle und der Anerkennung der täglichen Arbeit der Teams, sehen sich die Gewerkschaften heute sogar vor einer Mauer aus Verachtung und Arroganz.
Es wurden nicht nur keine konkreten Vorschläge gemacht, sondern die Geschäftsleitung hat sich auch für Verhaltensweisen entschieden, die die Gewerkschaften nicht akzeptieren können:
- Nichteinhaltung von Verpflichtungen,
- Ausschluss von Gewerkschaftsvertretern von wichtigen Sitzungen,
- irreführende Kommunikation und Widersprüche
- und sogar Einschüchterungsversuche.
Dies sind inakzeptable Methoden. Und dies in einem Land, in dem der Sozialdialog als grundlegende Säule der gilt,
Leider ist dies kein Einzelfall. Auch anderswo stoßen die Gewerkschaften auf Geschäftsleitungen, die den Sozialdialog aushöhlen, Verhandlungen blockieren und einseitig Entscheidungen treffen, die nicht im Interesse ihrer Mitarbeiter oder des Unternehmens sind.
Ganz nach dem Vorbild der luxemburgischen Regierung und ihrem Paradigmenwechsel: Sie konsultiert und entscheidet dann allein.
Die Forderungen der Gewerkschaft sind klar: es reicht mit diesem Pseudodialog. Und es reicht mit dieser Logik, bei der Rentabilität vor Menschen geht.
Die Mitarbeiter haben ein Recht auf einen echten Kollektivvertrag, auf die Einhaltung der eingegangenen Verpflichtungen und einen Sozialdialog, der diesen Namen verdient.
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