Unterredung mit François Biltgen und Octavie Modert: Gehälterreform im Öffentlichen Dienst Hauptthema der Gespräche
François Biltgen machte deutlich, dass es sich bei der Gehälterreform nicht um eine simple Revision sondern eine tiefgreifende Reform handeln werde. Basierend auf einer Gesamtstudie der Öffentlichen Gehaltsstrukturen werde in den nächsten Wochen ein Positionspapier entstehen und den jeweiligen Gewerkschaften vorgestellt werden.
Laut Minister Biltgen ist hier ein neuer Gehälterfächer vorstellbar, der im Rahmen der einzelnen Laufbahnen verstärkt auf Funktionsbezug und Effizienz ausgerichtet sein wird. Zusätzlich stelle er sich vor, dass die Einstufungen unabhängig von der Initialschulung (entsprechend des Bologna-Prozesses) auch an Erfahrungspotential gekoppelt sein werden.
Dem LCGB wurde seitens der Regierungsvertreter bestätigt, dass er mit in den Informationsaustausch und Dialogprozess eingebaut werde; zumal die Gehälterreform entsprechend einer LCGB-Forderung nicht an der Belegschaft von privatrechtlichem Statut (Staatsarbeiter) vorbeilaufen kann.
Für die Arbeitnehmer fordert der LCGB neue Laufbahnen, die an die neuen Aufgaben und Anforderungen der privatrechtlichen Belegschaft angepasst sind. Des weiteren muss der ganze Weiterbildungsrahmen auch an diese Belegschaft angepasst werden. Die Weiterbildung wurde bislang für das gesamte Personal stiefmütterlich behandelt.
Auf Nachfrage konnte Minister Biltgen bestätigen, dass das 13. Monatsgehalt als Gehälterelement trotz aller Unkenrufe bei der Gehälterreform nicht zur Debatte stehen wird.
Nach Ostern sollen die Vorbereitungen abgeschlossen und die eigentlichen Arbeiten an der Gehälterreform aufgenommen werden.












