Der erste Internationale Frauentag fand am 29. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA statt.
Die politische Forderung war das aktive und passive Wahlrecht für Frauen. Mehr als eine Million Frauen gingen auf die Straße, eine bis dahin beispiellose Massenbewegung.
Seit 1919 gibt es das Frauenwahlrecht in Luxemburg.
1957 wurde „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ als eines der Grundprinzipien der Europäischen Union im Vertrag von Rom festgeschrieben.
Seit 1979 und 1981 besteht die luxemburgische Gesetzgebung zur Gleichbehandlung.
Seit 100 Jahren haben Frauen und Männer für diese „Gleichbehandlung“ gekämpft.
Die Forderungen sind heute andere als 1911. Viele Forderungen haben mittlerweile lange Bärte. Wir haben nationale Gesetze, europäische Richtlinien und internationale Konventionen.
Die Frauenbeschäftigung steigt permanent und trotzdem gibt es immer noch keine echte Gleichstellung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Lohngleichheit, qualifizierte Betreuungseinrichtungen für alle Kinder, moderne Arbeitszeitmodelle, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gleiche Karrierechancen, Frauen in Führungspositionen, Kampf gegen prekäre Beschäftigung, gleiche Renten und vieles mehr.
Dies sind auch beim 100jährigen „Jubiläum“ des Internationalen Frauentages unsere Forderungen.
Seit Jahren gibt es in verschiedenen europäischen Ländern einen Tag der Lohngleichheit. Am 5. März 2011 gab es jetzt auch den ersten europäischen Tag der Lohngleichheit. Frauen verdienen durchschnittlich 17,5% weniger als Männer. Das Lohngefälle in der EU schwankt zwischen 5% in Italien und 30% in Estland, in Luxemburg sind es 12,4%.
Anfang 2011 hat die EU-Kommission eine Sensibilisierungskampagne gestartet zum Thema „Frauen in Führungspositionen“ mit der gesetzlichen Einführung von Quoten im Falle eines nicht Erreichens auf Verhandlungsebene,
Es bewegt sich also viel und es bleibt zu hoffen, dass es nicht wieder Jahrzehnte dauert bis das kollektive Umdenken bei Frauen und Männern seine Früchte trägt!











